Johannesburg - JNB PDF Drucken E-Mail
 

Der Internationale Airport von Johannesburg verfügt über zwei Bahnen (03R und 21L sowie 21R und 03L). Meistens wir auf der 21R gestartet und auf 21L gelandet. Natürlich gibt es da immer wieder Ausnahmen.


Insgesamt gesehen hat JNB einen abwechslungsreichen Traffic. JNB wird von vielen großen und bekannten Airlines angeflogen. Allerdings denke ich mal, dass keiner nach JNB zum spotten fliegt um eine 777 von Emirates auf den Sensor zu bekommen. Die kleineren regionalen Airlines sind hier ebenfalls zahlreich vertreten, und diese machen JNB erst interessant.


Zu den Spotterörtlichkeiten selbst kann ich jetzt nicht soviel schreiben. Im Bereich des Bonaero Dr. gibt es wohl Möglichkeiten landende Flugzeuge abzulichten. Allerdings hat ein Taxifahrer sich geweigert, mich dort hinzufahren. Somit blieb mir nur die Möglichkeit aus dem Terminal Bilder zu machen. Beide Terminals in JNB haben eine Besucherterrasse. Die Terrasse im Terminal A ist schlecht geeignet. Mir persönlich hat die Terrasse im Terminal B mehr zugesagt. Zwar ist man hier hinter einer Scheibe, aber man kann einigermaßen gute Bilder machen. Man kommt aber nicht herum und muss hinterher Photoshop über seine Bilder laufen lassen. Mit der entsprechenden Brennweite (300mm) kann man auch die startenden Flugzeuge einigermaßen gut ablichten. In vier Stunden konnte ich einige tolle Airlines fotografieren, die ich in Europa wohl nie zu Gesicht bekommen werde. Ob Scanner erlaubt sind kann ich nicht sagen. So richtig konnte mir da niemand Auskunft geben. 


Wie bereits erwähnt, es gibt wohl Möglichkeiten im Anflug Bilder zu machen. Mit einem Mietwagen wird man bestimmt fündig. Allerdings sollte jedem klar sein, dass Johannesburg nicht London, München oder Paris ist. Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch und das Gewaltpotential ist mit Europa in keiner Weise vergleichbar. Mein Taxifahrer hätte mich dort irgendwo ausgesetzt, hat mir aber davon abgeraten und gemeint, dass es zu gefährlich sei, sich dort hinzustellen und Bilder zu machen. Jeder sollte selbst wissen, ob er das Risiko eingeht! Einheimische Spotter erzählten mir, dass sie nur auf der Terrasse Bilder machen. In den Anflug stellen sie sich nie, da ihnen das Risiko zu hoch ist.

Auf der Terrasse muss man damit rechnen, dass man ständig angesprochen, und die Fotoausrüstung begutachtet wird! In Afrika ist das Spotten nicht so sehr verbreitet wie hier bei uns in Europa. Und die wenigen einheimischen Spotter verwenden zum Teil billigste Kompaktkameras (teilweise mit Klebeband zusammengetapet, damit sie nicht auseinander fällt) oder das Handy. Sie können sich zwar keine teuere Ausrüstung leisten, sind aber genauso euphorisch bei der Sache wie wir und ihnen fällt zu jedem Flugzeug eine kleine Geschichte ein. Kleiner Tipp: Visitenkarten, Sicherheitskarten und Airlinezubehör wie Kugelschreibe, Aufkleber usw. mitnehmen und herschenken. Damit macht man ihnen eine richtige Freude! Es sind arme Menschen und über so kleine Gesten freuen sie sich wirklich!