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Nach 2001 war es wieder soweit. Ich begab mich wieder über den Ozean in Richtung Los Angeles. Zuletzt war ich im Oktober 2001 in den USA. Also unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September. Damals war die Situation in den USA sehr angespannt und es machte nicht wirklich viel Spaß dort rum zu fahren. Ständig waren Straßen wegen Anthrax-Verdachtsfällte oder Terrorwarnungen gesperrt. Stand man mit seiner Kamera länger an einem Ort, kam die Polizei. Es war nicht schön zu dieser Zeit.

Mit einem Direktflug ging es von MUC nach LAX. Dort angekommen, war ich direkt überrascht wie schnell alles ging. Vor die Einreise hatte ich mich auf eine ziemliche Wartezeit eingestellt. Nach einer Stunde saß ich mit meinem Mietwagen auf dem Parkplatz meines Hotels.

Der Grund meiner Reise war ein mehrtätiges Spottertreffen in LAX. Somit stand bei dieser Reise das Plane-Spotten ganz klar im Vordergrund. Darum war ich auch nur 10 Tage in den USA. Damals war ich zu tief in der Spotterszene drin. Ich war ein richtiger Freak, war in allen Spotterdatenbänken mit meinen Bildern vertreten und hatte auch einen "Namen". Egal wo ich zu dieser Zeit war, alles drehte sich nur um das Spotten.

Ich hatte eine gute Kamera, ein vernünftiges Objektiv, machte aber überwiegend Bilder von Flugzeugen. Allerdings hatte ich mich zu dieser Zeit auch schon mit anderen Motiven beschäftigt.

Von meinen 10 Tagen in LA, na ja eigentlich waren es nur 9 ganze Tage, verbrachte ich drei Tage komplett am Flughafen um zu spotten. Von den restlichen sechs Tagen war ich zwar auch fast jeden Tag am Airport bin aber auch viel durch LA gefahren. Da LA sowas wie mein Wohnzimmer ist, und ich dort schon sehr oft war, kenne ich mich in der Stadt recht gut aus und kenne auch ein paar Schleichwege, um schnell mit dem Auto voranzukommen. Ich habe dann in LA viele Bilder gemacht, überwiegend hielt ich mich dabei an bekannten Sehenswürdigkeiten auf.

Nach 10 Tagen ging es dann zurück nach MUC. Im Gepäck hatte ich unzählige Flugzeugbilder aber auch viele Bilder von Los Angeles und Umgebung. Allerdings stellte ich zu hause am Rechner fest, dass die Bilder bei weitem nicht so gut sind, wie die Bilder anderer Fotografen. Dank Internet kann man ja überall Bilder anschauen und vergleichen. Natürlich freute ich mich über meine Flugzeugbilder, wegen den anderen Bildern war ich dann schon etwas verärgert. Dies war dann der Auslöser, dass ich mir zwei, drei Bücher anschaffte um dort ein wenig nachzulesen, was man besser machen kann und übte und übte. Im Dezember 2008 ging es dann wieder nach LA, aber nicht zum spotten sondern zum fotografieren.